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Meerrettich – scharf und gesund

Der zur Familie der Kreuzblütler zählende Meerrettich gilt zum einen als Heilpflanze und findet zum anderen als Gewürz Verwendung. Ursprünglich kommt Meerrettich aus Süd- und Osteuropa, zum Würzen wird er mittlerweile aber vor allem in Mittel- und Nordeuropa genutzt. Zu Recht trägt Meerrettich die Bezeichnung „bayerische Zitrone“, da er in frischer Form sehr vitaminreich ist. Das scharfe Wurzelgemüse hat einen hohen Anteil an ätherischen Senfölen und mehrere antibiotisch wirkende Stoffe vorzuweisen. Meerrettich dient vor allem dem Würzen von Fisch- und Fleischgerichten. Mehr dazu erfährst du hier:

Die Verwendung von Meerrettich in der Geschichte

Meerrettich ist den Menschen bereits seit etwa 2.000 Jahren bekannt. Cato der Ältere widmete sich im 2. Jahrhundert vor Christi Geburt dem Meerrettich als Nutzpflanze. Für die Verbreitung des Meerrettichs von Ost- und Südeuropa nach Mitteleuropa sorgten slawische Völker. Vermutlich wird Meerrettich seit dem Mittelalter auch in Deutschland angebaut. Lange Zeit diente Meerrettich als Heilpflanze, bevor er schließlich in der Küche Verwendung fand. Im Mittelalter wurde das Wurzelgemüse zum Beispiel gegen Vergiftungen eingesetzt, indem das Erbrechen durch den Verzehr von Meerrettich gefördert wurde. Andere Symptome, gegen die Meerrettich eingenommen wurde, waren Skorbut, Wechselfieber und Wassersucht. Auch heute noch findet Meerrettich als Heilmittel Verwendung. In den 1950er Jahren wurde die antimikrobielle Wirkung des Meerrettichs festgestellt. Demzufolge kann das Gesamtöl äußerst effektiv bakteriostatisch wirken. Insbesondere sind es die Senföle, die sich hemmend auf Bakterien und Viren auswirken. Wenn du in der kalten Jahreszeit deine Abwehrkräfte stärken und gegen Erkältungskrankheiten gefeit sein möchtest, ist die regelmäßige Einnahme von frischem Meerrettich oder Meerrettich-Präparaten unbedingt zu empfehlen. Unter anderem regt Meerrettich den Blutkreislauf an und löst Husten. Äußerst positiv ist zudem die entgiftende Wirkung des Meerrettichöls im Fall von Infektionen mit Streptokokken und/oder Staphylokokken. Schließlich ist noch die fungiastische Wirkung des Öls zu erwähnen.

Anbau und Ernte des Meerrettichs

Der Meerrettichanbau erfolgt im zeitigen Frühjahr – und zwar vorzugsweise in tiefgründigem Boden; zudem sollte der Standort möglichst sonnig sein. Da Meerrettich keine Samen bildet, müssen Wurzelstücken (Fechser) gepflanzt werden. Richtig eingepflanzt treibt eigentlich jedes Wurzelstück aus und ist Garant für die gewünschte Meerrettichernte. Zu ernten ist Meerrettich ab September und bis April. Praktischerweise erübrigt sich somit eine Lagerung des Meerrettichs. Wer jedoch befürchtet, aufgrund von Frost im Winter keinen Meerrettich ernten zu können, hat die Möglichkeit, die Wurzeln im Keller aufzubewahren. Zu diesem Zweck wird ein Platz im Keller benötigt, der Temperaturen zwischen 0 und 4 Grad Celsius aufweist. Die Luftfeuchtigkeit sollte relativ hoch sein, und der Meerrettich ist mit Sand abzudecken. Tatsächlich sind die (unbedingt ungewaschenen) Wurzeln auf diese Weise monatelang aufzubewahren, ohne dass die Qualität leidet. Zu ernten ist Meerrettich, sobald die Blätter absterben - dies zeist das Ende des Wurzelwachstums an. Recht unkompliziert erfolgt die Entnahme der Wurzeln, wenn ein Kartoffelroder verwendet wird: Dieser gelangt etwa 40 Zentimeter tief und erreicht dementsprechend auch sehr lange Wurzeln.

Da Meerrettich besonders gut in Böden gedeiht, die leicht durchwurzelbar sind, gibt es in Deutschland vor allem in Bayern und in Baden Gegenden, in denen sein Anbau verstärkt erfolgt. Die dort vorkommenden Böden weisen nämlich häufig Löss und (lehmigen) Sand auf. Durchaus üblich ist die regelmäßige Düngung mit Stallmist. Allerdings ist darauf zu achten, genügend Zeit zwischen der Düngung und der Pflanzung des Meerrettichs verstreichen zu lassen. Prinzipiell ist eine organische Düngung einer anorganischen vorzuziehen, da Meerrettich empfindlich auf zu hohen Salzgehalt reagiert. Bereits im 16. Jahrhundert war bekannt, dass Meerrettich selbständig verwildert. Unter anderem hat der deutsche Mediziner Leonhart Fuchs in seinem 1543 erschienenen Kräuterbuch hierauf hingewiesen. In Bayern kommt Meerrettich in verwilderter Form in Höhen von bis zu 1.847 Metern vor.

Meerrettich in der Küche

Wenn du in Süddeutschland wohnst, ist dir Meerrettich als Gewürz vermutlich recht geläufig. In Gegenden, in denen Meerrettich jedoch kaum angebaut wird, wird er allerdings kaum verwendet. Solange die Meerettichwurzel sich im unverarbeiteten Zustand befindet, ist sie geruchlos. Sobald du sie zerschneidest oder reibst, verbreitet sie ihren stechenden Geruch, der die Schleimhäute reizt: Tränende Augen und eine laufende Nase sind das Ergebnis. Lange Zeit fungierten Meerrettich und Senf in Deutschland als einzige scharfe Gewürze. Dies änderte sich erst im 17. Jahrhundert, als Pfeffer auch in Europa erhältlich war.

Du möchtest mit Meerrettich kochen, dir steht aber kein frischer Meerrettich zur Verfügung? Dann bist du in diesem Shop genau richtig, denn du findest Meerrettich verschiedener Marken sowie in der Tube und im Glas vor. Sofern du Sahnemeerrettich benötigst, um Bratenscheiben oder Räucherfisch nicht nur zu würzen, sondern auch zu dekorieren, ist zum Beispiel Thomy scharfer Gourmet Sahne Meerrettich in der Tube zu empfehlen. Für den Bedarf an größeren Mengen Sahnemeerrettich solltest du dich für ein Produkt entschieden, das im Glas erhältlich ist – beispielsweise Kühne Sahnemeerrettich oder Kochs Sahnemeerrettich. Grundsätzlich ist Sahnemeerrettich erheblich milder als Produkte, die die Bezeichnung Meerrettich oder Tafelmeerrettich tragen. Üblicherweise beinhaltet Sahnemeerrettich, abgesehen von geriebenem Meerrettich, Zucker und Essig, pflanzliches Öl und mindestens zehn Prozent Schlagsahne. Tafelfertiger Meerrettich im Glas oder in der Tube gestattet dir eine individuellere Verwendung als Gewürz oder als Saucenbasis – schließlich wird nicht grundsätzlich Sahne als weitere Zutat benötigt.

Scharf würzen mit Meerrettich

Gerade dann, wenn du die Schärfe des Meerrettichs zu schätzen weißt, solltest du dich auf jeden Fall für eines unserer Produkte ohne den Zusatz von Sahne entscheiden. Wie wäre es zum Beispiel, einmal den sonst üblicherweise zu Frikadellen gereichten Senf durch Meerrettich zu ersetzen? Tafelfertiger Meerrettich erreicht zwar nicht die Schärfe von frisch geriebenem Meerrettich, entspricht aber der Schärfe gängiger Sorten der Produktgruppe mittelscharfer Senf. Aus Salatcreme, Meerrettich, Ketchup, Senf sowie kleingeschnittenen Zwiebeln und Petersilie kannst du eine schmackhafte Grillsauce herstellen, die sowohl zu gegrilltem Fleisch als auch zu Pommes frites und Gemüse passt. Nimm 150 Milliliter Salatcreme und gib jeweils zwei bis drei Esslöffel Meerrettich und Ketchup hinzu. Zusätzliche Würze erhält die Sauce durch das Beifügen eines Teelöffels Senf, einer Zwiebel und etwa eines Esslöffels Petersilie.

Für eine Meerrettichsauce benötigst du jeweils 20 Gramm Butter und Mehl, 1/8 Liter Milch, etwas Zitronensaft, Salz und Zucker, 30 Gramm Meerrettich, 1/8 Liter Gemüsebrühe und 2-3 Esslöffel Sahne. Bereite zunächst eine Mehlschwitze zu und gib die Milch unter stetigem Rühren hinzu. Nach dem Unterrühren des mit etwas Zitronensaft vermengten Meerrettichs kann die Gemüsebrühe eingefüllt werden. Anschließend musst du nur noch mit Salz, Zucker und Sahne abschmecken. Eine derartige Meerrettichsauce passt nicht nur sehr gut zu Tafelspitz, sondern auch zu Fischgerichten. Insbesondere Lachs lässt sich bestens um eine Meerrettichsauce ergänzen.

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