Soßen, Öle & Gewürze Salz, Pfeffer & Gewürze

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Gewürze für unterschiedliche Zwecke

Gewürze sind aus Pflanzen gewonnene Produkte, die vor allem zum Würzen von Nahrungsmitteln beziehungsweise Gerichten genutzt werden. Vielfach werden sie frisch beigefügt (Beispiele sind Petersilie und Schnittlauch). Insbesondere exotische Gewürze jedoch finden vorwiegend in getrockneter Form Verwendung. Hierzu zählen unter anderem Kardamom, Kreuzkümmel und Gewürznelke. Während einige Pflanzen wie Dill und Kresse, abgesehen von den Wurzeln, komplett als Gewürz eingesetzt werden können, gibt es Gewürzpflanzen, von denen nur bestimmte Teile verwendet werden – etwa Knospen oder Samen). Mehr dazu erfährst du hier:

Der Handel mit Gewürzen

Vermutlich haben bereits die in der Steinzeit lebenden Menschen ihre Speisen mit Gewürzen verfeinert. Hinweise hierauf fanden Archäologen sowohl in Höhlen in Europa als auch in China. Lange Zeit waren es die Araber und Phönizier, die den Gewürzhandel beherrschten. Im antiken Rom und Athen zählten zunächst nur die Reichsten zu den Abnehmern der exotischen Gewürze. Mit der Ausdehnung des Römischen Reiches und der wachsenden Bedeutung der Städte Genua und Venedig wurden Gewürze und deren Verwendung zunehmend bekannt. Die zumeist aus dem Orient stammenden Gewürze wurden hauptsächlich in Alexandria und Konstantinopel umgeschlagen. Die zunehmende Nachfrage nach Handelswaren wie Gewürze veranlasste Christoph Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts dazu, in See zu stechen. Bekanntlich landete er nicht auf den Molukken, sondern in Amerika. Die in Mittel- und Südamerika heimischen Gewürze Paprika, Piment und Vanille waren zur damaligen Zeit allerdings noch relativ unbekannt und somit nicht nachgefragt. Der, von Vasco da Gama entdeckte, Seeweg nach Indien (1498) führte dazu, dass der Gewürzhandel aufblühte. Nutznießer waren portugiesische Kaufleute, die nicht nur den Handel kontrollierten, sondern auch bedeutende Anbauflächen besaßen. Nachdem die Holländer diese führende Stellung eine Zeitlang innehatten, waren es die Engländer, die ihnen die Hauptrolle im Gewürzhandel abnahmen. Auch heute noch fungiert London als einer der wichtigsten Umschlagplätze für Gewürze, die aus Amerika und Asien stammen.

Mit Salz und Pfeffer würzen

Salz und Pfeffer sind die beiden Gewürze, die den meisten nichtsüßen Gerichten beigefügt werden. Salz wurde schon vor etwa 6.000 Jahren hergestellt – und zwar sowohl in China als auch in Rumänien. Genutzt wurde Salz einerseits zum Würzen und andererseits für zeremonielle Zwecke wie Mumifizierungen. Während am Meer wohnende Völker Salz aus Meerwasser gewannen, wurden anderswo zum Beispiel salzige Quellen genutzt. Von größter Bedeutung waren im Mittelalter die Salzstraßen, die Handelsstraßen für den Salztransport. Zu den deutschen Salzstraßen zählte unter anderem die zwischen Lüneburg und Lübeck. Das ohnehin schon teure Handelsgut wurde durch die Salzsteuer und durch Zölle noch zusätzlich verteuert. Erst mit der Entwicklung wissenschaftlicher Verfahren zur Entdeckung von Salzlagerstätten im 19. Jahrhundert wandelte sich Salz zu einem, für jeden erschwinglichen, Alltagsprodukt. Die Salzsteuer wurde hierzulande übrigens erst im Jahr 1993 abgeschafft. In unserem Onlineshop hast du die Wahl zwischen diversen Salzsorten. Die Bandbreite reicht vom herkömmlichen Markensalz über Meersalz bis hin zu speziellen Sorten wie Himalaya Salz oder Gewürzsalz. Solltest du womöglich Tzatziki gern selbst zubereiten, kannst du bei uns das Fuchs Tzatziki-Würzsalz bestellen.

Auch Pfeffer wussten bereits die Römer und Griechen zu schätzen. Bis ins Mittelalter hinein beherrschen die Araber den Pfefferhandel. Zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert diente Pfeffer sogar als Währung. Hauptumschlagsplatz für den in Europa verkauften Pfeffer war Venedig. Ab dem 15. Jahrhundert gleicht die Geschichte des Pfeffers der des Salzes, und gegenwärtig gibt es wohl kaum eine Küche, in der nicht Salz und Pfeffer stehen. Als klassischer Pfeffer gilt der schwarze Pfeffer. Die fast reifen Früchte des Pfefferstrauchs lagern einige Tage lang, bis die Fermentation einsetzt, die die Früchte schwarz färbt. Ihr typisch runzeliges Aussehen erhalten die Pfefferkörner nach dem Trocknen in der Sonne. Bei grünem Pfeffer handelt es sich um beizeiten geerntete Pfefferfrüchte. Deren Trocknung erfolgt schnell bei hohen Temperaturen, um den Fermentationsprozess zu verhindern. Grüner Pfeffer ist deutlich milder als schwarzer Pfeffer. Du kannst ihn beispielsweise benutzen, wenn du Fisch oder Geflügel würzen möchtest. Ebenfalls recht bekannt ist der weiße Pfeffer. Gewonnen wird weißer Pfeffer aus roten Pfefferfrüchten, die bereits reif sind. Nach einem mehrtägigen Wasserbad muss das rote Fruchtfleisch entfernt werden. Die Trocknung der Früchte erfolgt wiederum in der Sonne. Üblicherweise ist weißer Pfeffer (aufgrund des fehlenden Fruchtfleischs) schärfer als schwarzer Pfeffer. Die seltenste Pfeffersorte ist roter Pfeffer. Das liegt daran, dass die benötigten vollreifen Pfefferfrüchte leicht verderblich sind. Eine Vakuumerhitzung entzieht den Körnern die Feuchtigkeit und verhindert den Fermentationsprozess. Mit rotem Pfeffer kannst du deinen Gerichten eine besondere Geschmacksnote verleihen, da sie sowohl für Schärfe als auch für exotische Süße sorgen. Wir offerieren üblichen schwarzen und weißen Pfeffer sowie einige Pfefferspezialitäten wie beispielsweise Feinkost Dittmann Grüner Pfeffer in Cognac oder Fuchs Steakhouse-Pfeffer.

Andere gern verwendete Gewürze

Paprikapulver wird aus reif geernteten und anschließend getrockneten Paprikafrüchten gewonnen. Als Gewürz wird Paprikapulver seit etwa 300 Jahren geschätzt. Die derzeit bedeutsamsten europäischen Anbaugebiete für Paprika befinden sich in Ungarn, Spanien und in den Niederlanden. Mit Paprikapulver kannst du viele Gerichte würzen und färben – vor allem Suppen, Saucen und Fleischgerichte. In unserem Shop findest du zum Beispiel edelsüßen Paprika (fruchtig mild und leuchtend rot) oder scharfen Rosenpaprika (kaum färbend und rotbraun). Der unterschiedliche Schärfegrad lässt sich erzielen, indem die capsaicinhaltigen Samen sowie die Scheidewände mit vermahlen oder zuvor entfernt werden. Recht beliebt sind in Deutschland auch Muskatnuss und Muskatblüte. Muskatbäume gedeihen in Afrika, Südamerika und im tropischen Asien. Etwas geriebene Muskatnuss passt unter anderem zu Gemüsegerichten, zu Hackfleischgerichten und ergänzt Punsch hervorragend. Mit Muskatblüte oder Macis kannst du zum Beispiel Pastetenfüllungen und Bouillons abschmecken. Bei uns erhältliche Produkte sind ganze Muskatnüsse, gemahlene Muskatnuss und gemahlene Muskatblüte vom Hersteller Ostmann.

Getrocknete Kräuter – gerebelt oder geschnitten

Ein recht guter Ersatz für nicht vorhandene frische Kräuter sind getrocknete Kräuter. Zu den am häufigsten verwendeten getrockneten Kräutern zählen Oregano und Majoran. Oregano gehört in gerebelter Form über italienische Gerichte wie Pizza und Aufläufe unterschiedlicher Art. Der herb-feine Geschmack dieses Krauts wird durch die Trocknung noch intensiver. Achte bei der Verwendung von Oregano auf jeden Fall darauf, ihn wenigstens 15 Minuten lang mitzukochen beziehungsweise mitzugaren, damit sich sein Aroma entfalten kann. Allerdings ist Oregano grundsätzlich eher sparsam zu verwenden. Der dem Oregano verwandte Majoran ist in einigen deutschen Regionen nach wie vor unter der Bezeichnung „Wurstkraut“ bekannt. Dies lässt auf die klassische Verwendung als Gewürz für Wurst schließen. Wenn du getrockneten Majoran erwerben möchtest, kannst du zwischen gerebeltem und geschnittenem (mit Stängelteilen) wählen. Der Geschmack ähnelt dem des Oregano, ist aber etwas süßer. Auch für Majoran gilt, dass er getrocknet intensiver schmeckt als frisch.

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